Mittwoch, 27. März 2013

Kristina Forbat wird Stadtschreiberin in Košice/Kaschau 2013

Die Autorin und Übersetzerin berichtet ab April aus der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt in der Slowakei

Eine vom Deutschen Kulturforum östliches Europa berufene Jury, der auch Vertreter der Europäischen Kulturhauptstadt Kaschau/Košice sowie der aus der ostslowakischen Stadt stammende Schriftsteller Dušan Šimko angehörten, entschied sich für Kristina Forbat als Stadtschreiberin in Kaschau/Košice 2013. Sie setzte sich gegen 26 weitere Bewerberinnen und Bewerber durch.

Das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotierte Stadtschreiber-Stipendium des Deutschen Kulturforums östliches Europa wird im Jahr 2013 zum fünften Mal vergeben. Es soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben bzw. heute noch leben, in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Außerdem soll es außergewöhnliches Engagement für gegenseitiges Verständnis und interkulturellen Dialog fördern. Als Wanderstipendium konzipiert, war es bisher in Danzig/Gdańsk (2009), Fünfkirchen/Pécs (2010), Tallinn/ehemals Reval (2011) und Marburg an der Drau/Maribor (2012) angesiedelt und wird 2013 ins slowakische Kaschau/Košice vergeben.

Das Projekt »Stadtschreiber Kaschau/Košice 2013« wird vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Programm KAIR Košice Artist in Residence der Kulturhauptstadtgesellschaft Košice2013 – Európske hlavné mesto kultúry durchgeführt.


Kristina Forbat wird ihren fünfmonatigen Aufenthalt in der Europäischen Kulturhauptstadt im April 2013 antreten. Während ihrer Zeit in der ostslowakischen Metropole wird sie ein Internettagebuch führen und dort über ihre Begegnungen und Beobachtungen berichten. Über den Blog kann man mit der Autorin ab Mitte April in Kontakt treten. Eine Übersetzung des Blogs ins Slowakische ist vorgesehen.

Kristina Forbat wird zudem englischsprachige Beiträge auf dem Blog des Košice Artist in Residence-Programm veröffentlichen.

Kristina Forbat wurde 1986 in Košice geboren und emigrierte im Jahr der Samtenen Revolution mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie Journalismus in Münster und Lille. Nach ihrem Studium arbeitete die gebürtige Slowakin in verschiedenen Hamburger Filmproduktionen, u.a. für Cinecentrum. Hier war sie redaktionell an der Produktion von Dokumentarfilmformaten beteiligt. Kristina Forbat lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Hamburg.
Kristina Forbat möchte die von Slowaken, Deutschen, Ungarn, Juden, Ruthenen, Roma und anderen Nationalitäten geprägte Geschichte Kaschaus durch Gespräche mit seinen Bewohnern erleben und erlebbar machen. Mit einem während ihres Aufenthalts erarbeiteten Projekt plant sie die in der Vierländerregion zwischen Polen, der Ukraine und Ungarn gelegene slowakische Stadt einem breiten Publikum näher zu bringen. 

Träger des Stipendiums

Deutsches Kulturforum östliches Europa
Kulturhauptstadtgesellschaft Košice2013 – Európske hlavné mesto kultúry
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3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Kristina, du schreibst sehr schön, mach weiter so und sorge dafür, daß Kaschau und seine Bewohner mehr Popularität innerhalb der EU erlangen. Ich freue mich, weiteres von dir zu hören! Susanne F./Wissembourg

Anonym hat gesagt…

Super Kristina ! Nur so weiter, finde ich sehr interessant! Werden Sie auch über slowakischen Romas schreiben? Mich interessiert gerade Roma-Musik.

Vielen dank!

Kristina Forbat hat gesagt…

Hallo lieber anonymer Leser,

ja, ganz sicher werde ich das Thema bald aufgreifen. Danke für den Hinweis. Ich freue mich immer über Ideen !

Liebe Grüße
Kristina

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